| Entstehung der Partnerschaft |
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Die Partnerschaft von Hirzweiler und Walschbronn hat ihre Wurzeln im Zweiten Weltkrieg. Darüber berichtet einer der "Väter der Partnerschaft", Josef Bubel aus Walschbronn. Josef Bubel selbst war Grenzsoldat an der französisch-deutschen Grenze beim Ausbruch des Krieges 1939. Er stammt väterlicherseits aus der Pfalz. Die Mutter war Französin und ihr Wohnort war Walschbronn. Als Franzose und wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Als aber im Altheimer Wald die ersten Schüsse fielen, war ihm zur schrecklichen Gewissheit geworden, dass deutsche Verwandte auf französische Verwandte schießen. Die Walschbronner Bevölkerung wurde im September 1939 evakuiert. Das Vieh war zu versorgen und wurde nach der Besetzung deutscher Truppen in benachbarte Dörfer getrieben, da Walschbronn Truppenübungsplatz werden sollte. 1940 kamen die Bewohner Walschbronns zurück, durften aber nicht mehr in ihren Wohnort, sondern wurden in Foulery in leerstehenden Häuser untergebracht. 1940 wurde Karl Wagner als Deutscher dienstverpflichtet und traf mit Josef Bubel zusammen. Die gemeinsame deutsche Sprache und die gemeinsame berufliche Bildung ließ sie zu Freunden werden, die eigentlich hätten Feinde sein müssen. Karl Wagner war bis März 1941 in Foulery und ernannte dann Josef Bubel zum „Bürgermeister“, der zur ordnungsgemäßen Verwaltung verpflichtet war. Während seiner Zeit in Foulery hat sich Karl Wagner nicht als „herrschender Deutscher“ dargestellt, sondern hat in großzügiger menschlicher Weise den Umgang mit den Franzosen gepflegt. Beim französischen Pastor machte er sich kundig über die Lebens- und Arbeitsweise der Lothringer und hielt diese auch bei. Dazu gehörte auch das Brennen von Schnaps im Winter 1940/41. Wie groß das Vertrauen von Wagner und Bubel zueinander war, ist daran zu erkennen, dass Josef Bubel bereits 1941 Karl Wagner in Hirzweiler besuchte. Ein keineswegs risikoloses Unterfangen. Der Krieg mit seinen Schrecken ließ die Verbindung abreißen. Aber bei erster Gelegenheit 1945 bereits reiste Josef Bubel nach Hirzweiler, um zu sehen, was aus Karl Wagner geworden ist, der mit der französischen Bevölkerung Freundschaft geschlossen hatte. Wörtlich sagte Josef Bubel: „Karl Wagner hatte und hat heute keine Feinde, sondern nur Freunde in Walschbronn!„ Die persönlichen Freundschaften zwischen Karl Wagners Familie mit Familien aus Walschbronn wurden nach 1945 beibehalten und gegenseitig Besuche fanden statt. Im Jahre 1962 wurde Karl Wagner zum Hirzweiler Bürgermeister gewählt. Durch die deutsch-französischen Verträge wurde angeregt, Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Gemeinden zu schließen. So lag es nahe, einmal Walschbronn kennenzulernen und mit ihren Bewohnern zu sprechen. Der Gemeinderat Hirzweiler besucht Walschbronn und die Walschbronner besuchten Hirzweiler. Da es kaum eine Sprachbarriere gab, kam man bald überein, eine Partnerschaft einzugehen. Im April 1972 in Hirzweiler und im September 1972 in Walschbronn fanden die feierlichen Festakte der Partnerschaft statt. Seit dieser Zeit ist eine lebendige Partnerschaft zwischen Organisationen und Bewohnern der beiden Dörfer entstanden. So besuchen Walschbronner Delegationen mehrmals im Jahr Hirzweiler und umgekehrt. Auch am Hirzwiler Dorffest wirken die Walschbronner Freunde mit. Nach dem ehemaligen Bürgermeister und Initiator der Partnerschaft wurde 2007 der "Karl-Wagner-Weg" benannt. |




Partnerschaft

